Neue DIN-Vorschriften für

Kugelstoßringe, Diskusringe und Hammerwurfringe

Für Kugelstoßringe, Diskusringe und Hammerwurfringe sind vom Arbeitsausschuss NA 112-01-01 AA „Leichtathletikgeräte“ vor kurzem neue DIN-Vorschriften erarbeitet worden. Die DIN 79007-1:2019-03 beinhaltet in drei verschiedenen Teilen die Anforderungen und Prüfverfahren für

  • Stoß- und Wurfkreise
  • Kugelstoßbalken
  • Schutznetzanlagen

Der Anwendungsbereich gilt dabei im Innen- und Außenbereich für die Disziplinen Kugelstoßen, Diskuswurf und Hammerwurf. Nachfolgend geben wir die wesentlichen technischen Definitionen für die Stoß- und Wurfkreise wieder, die unsere Produkte betreffen.

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Funktionale Anforderungen

an die Stoß- und Wurffläche

Bei den funktionalen Anforderungen an die verschiedenen Wurfringe wird grundsätzlich definiert, dass außerhalb des Kreisrings mindestens sechs Befestigungspunkte zur Anbringung von Hilfsmitteln für Personen mit besonderen Bedürfnissen vorhanden sein müssen. Diese können beispielsweise in den Revisionsschächten angebracht sein, die wiederum als Teil der Einfassung der Wurfringe realisiert werden können. Es wird empfohlen, dass weitere Befestigungsmöglichkeiten auch im Wurfsektor (in der Nähe des Stoß-/Wurfkreises) angebracht werden.

Kugelstoßringe und Diskusringe aus Beton mit Verkrallnut

Sämtliche Abdeckungen müssen grundsätzlich mit dem umgebenden Sportflächenbelag dauerhaft und niveaugleich beschichtbar sein und eine Öffnung zur Entfernung der Abdeckung wird zwingend vorgeschrieben. Es wird zusätzlich festgelegt, dass eine dauerhaft sichtbare Mittelpunktmarkierung vorhanden sein muss, die nicht nur oberflächlich aufgebracht ist. Die Mittelpunktmarkierung darf maximal 5 mm vom Mittelpunkt der Stof- und Wurffläche entfernt sein.

Bei Stoß- und Wurfflächen aus Beton werden folgende Eigenschaften vorgeschrieben:

  • Der Beton muss der Überwachungsklasse 2 und der Festigungsklasse C40/50 mit hohem Wassereindringungswiderstand entsprechen
  • Wasser-/Zementwert (Frischbeton): w/z ≤ 0,4
  • Expositionsklasse (Art der schädigenden Einwirkungen):
    • XC Bewehrungskorrosion: XC4 wechseln nass und trocken
    • XF Betonangriff durch Frost: XF3 hohe Wassersättigung ohne Taumittel
  • Rutschhemmungswert:
    • Pendelwert (PTV, en: SRT) nach DIN EN 13036-4 zwischen 70 und 90
  • Die Stoß- und Wurffläche muss homogen vergossen werden

Die maßlichen Anforderungen an die verschiedenen Wurfringe sind wie folgt festgelegt:

  • Kugelstoßen: Durchmesser = 2.135 mm (±5 mm)
  • Diskuswurf: Durchmesser = 2.500 mm (±5 mm)
  • Hammwurf: Durchmesser = 2.135 mm (±5 mm)

Hinsichtlich der Ebenheit der Kugelstoßringe, Diskusringe und Hammerwurfringe ist sicher zu stellen, dass bei einem Prüfabstand von einem Meter ein Stichmaß von 3 mm nicht überschritten wird(vgl. DIN 18202:2013-4, Tabelle 3). Dabei gilt nach IAAF und DLV Regeln eine Neigung von 0,5% als maximal zulässig.

 

Funktionale technische Anforderungen

an die Einfassung

Die Einfassung muss hinsichtlich der Oberfläche gleiche Reibungs- und Ebenheitsanforderunge wie die Wurf- und Stoßfläche selbst besitzen (diese Anforderung gilt nicht für die Befestigungsvorrichtung des Stoßbalkens) und die Oberkante der Einfassung niveaugleich zur Oberkante des Kreisringes ausgeführt sein. Die Anforderungen an die Festigkeit von Einfassung und Wurf- bzw. Stoßkreis sind dabei deckungsgleich. Eine wichtige Neuerung besteht darin, dass für die Einfassung eine Verkrallnut zum Bodenbelag als sinnvoll erachtet wird. Hierdurch soll ein Abreisen des Kunststoffbelages an der Verbindungsstelle zur Einfassung sicher vermieden werden. Diese neue SOLL-Vorschrift für Kugelstoßringe, Diskusringe und Hammerwurfringe wurde von artec bereits vor einigen Jahren aufgegriffen und technisch umgesetzt. Vergleiche hierzu auch nachfolgende Zeichnung:

Kugelstoßring und Diskuswurfring mit Verkrallnut

Um Stoßbalken zu befestigen, muss eine geeignete Vorrichtung in Stoßrichtung vorhanden sein, wobei der Kugelstoßbalken bündig mit dem Innenradius des Kreisrings abschließen muss.

Funktional-technische Anforderungen

an den Kreisring und den Hammerwurf-Einlegering

Grundsätzlich können die Kugelstoßringe, Diskusringe und Hammerwurfringe aus Aluminium, Stahl oder anderen Materialien hergestellt werden. Hierbei wird allerdings aufgrund der Korrosionseigenschaften eine klare Empfehlung für Aluminium ausgesprochen. Bei anderen Materialien als Aluminium ist der vergleichbare Grenzwert der Schlagfestigkeit zu F25 bei Aluminium zu erreichen. Bei Kreisringen aus Stahl ist ein Korrosionsschutz (z.B. Feuerverzinkung) notwendig. Die sichtbaren Kanten des Kreisrings dürfen nicht scharfkantig sein. Hierfür wird eine Fase bzw. ein Kantenradius zwischen 0,05 mm und 1 mm vorgeschrieben.

Kugelstoßringe Diskusringe Hammerwurfringe mit Verkrallnut

In der DIN wird definiert, dass der Hammerwurf-Einlegering nicht brechen oder Splittern kann, falls ein Hammer auf den Einlegering fällt. Der Hammerwurf-Einlegering kann aus mehreren Komponenten bestehen, die massiv oder als Hohlkörper konstruiert sind. Hierbei müssen die Verbindungen kraft- und formschlüssig sein. Für Hammerwurf-Einlegeringe aus Holz wird ein Kantenschutz empfohlen. Die Maße des Einlegerings werden wie folgt festgelegt:

  • Höhe: 20 ± 1 mm
  • Außendurchmesser: 2.490 ± 5 mm
  • Innendurchmesser: 2.135 ± 5 mm
  • Fase bzw. Kantenradius: 0,05 mm bis 1 mm± 1 mm (auf jeder Seite)
  • Dickes des Kantenschutzes des Einlegerings: mindestens 6 mm

Mit der neuen DIN-Norm für Kugelstoßringe, Diskusringe und Hammerwurfringe werden die technischen Anforderungen für die Wurfdisziplinen konkretisiert und auf einen einheitlichen, vergleichbaren technischen Standard definiert. Hierdurch werden technische Unsicherheiten im Markt abgebaut und umfassende Hilfestellungen für die Planung und Ausschreibung von Sportanlagen gegeben, so dass eine bessere Vergleichbarkeit der Systeme erreicht wird.

Kugelstoßring mit Verkrallnut DIN-Vorschrift

Seitens artec freuen wir uns, dass wir unseren technischen Sachverstand im DIN-Ausschuss einbringen konnten, um das vorliegende Ergebnis für Kugelstoßringe, Diskusringe und Hammerwurfringe zu erreichen. Auch in Zukunft werden wir weiter intensiv in den Fach- und Verkehrskreisen mitwirken, um unsere langjährigen Erfahrungen und technische Expertise für den Sport und die Sportlerinnen einzubringen.

 


 

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